Nicht-wiedergewinnbare Verrohrungssysteme, auch als opfernde oder permanente Verrohrungsinstallationen bezeichnet, stellen eine spezialisierte Bohrtechnik im Mikropfahlgründungsbau dar, bei der die Stahlverrohrung im Bohrloch verbleibt, anstatt nach Abschluss der Bohrarbeiten entfernt zu werden. Diese Methode wird in verschiedenen geotechnischen Anwendungen eingesetzt, bei denen Bodenverhältnisse, Projektekonomie oder strukturelle Anforderungen die Integration einer permanenten Verrohrung zur optimalen Lösung machen. Das Verfahren umfasst das Einrammen oder Drehen von Verrohrungssträngen in den Boden während der Mikropfahlinstallation, wobei die Außendurchmesser typischerweise zwischen 60 mm und 300 mm liegen, abhängig von den Lastanforderungen und der Bohrlochstabilität. Sobald der Bohrmeißel durch die Verrohrung hindurch vorangetrieben ist und die tragfähige Schicht erreicht hat, wird die Entscheidung, die Verrohrung im Bohrloch zu belassen, basierend auf der Bodenbeschaffenheit, den Grundwasserverhältnissen und den Konstruktionsspezifikationen des Mikropfahlsystems getroffen.
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